Books and Monographs

Döveling, Katrin (2005).
Emotionen – Medien – Gemeinschaft [Emotions – Media – Community]. Eine kommunikationssoziologische Analyse. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Emotionen sind Teil fast jeden Aspekts des menschlichen Lebens und zugleich selbst Bestandteil und Ergebnis sozialer Prozesse. So empfinden wir Freude bei positiven Ereignissen, nicht nur im interpersonalen Bereich. Und wir sind wütend über medial dargestellte Handlungen der gegnerischen politischen Partei, Beleidigungen des favorisierten, ‘eigenen’ Fußballvereins durch ein Mitglied des ‘gegnerischen’ Vereins. Emotionen spielen in der sozialen Welt eines Menschen in einer Gesellschaft eine wesentliche Rolle und evozieren als Handlungsantriebe weit reichende Konsequenzen in seiner sozialen Erfahrungswelt. Der Mensch als soziales Lebewesen, als Mitglied in einer Gemeinschaft erlebt sich selbst durch den ‘Austausch von Emotionen’ und durch die Herstellung emotionaler Bindungen als Teil der Gemeinschaft. Welche Faktoren spielen bei der handlungsanleitenden Kraft der Emotionen eine Rolle und welche Funktion kommt hierbei den Medien zu? Die Autorin geht diesen Fragen nach und integriert die dialektische Dynamik des Bedürfnisses nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft und die Darstellungsweisen von Emotionen in die kommunikationswissenschaftliche Analyse. Eine Perspektive für die Integration von Emotionen in die Sozial- und Kommunikationsforschung wird aufgezeigt. Die Autorin widmet sich damit einem Thema, das in der deutschen Kommunikationswissenschaft wie Soziologie bis dato zu wenig Beachtung findet. Diese Arbeit soll daher ebenso ein Appell an alle sein, die sich mit der sozialen Welt des Menschen befassen, die Emotionen als gleichwertige Kategorie des Handelns in ihrer Analyse zu berücksichtigen, sei diese von kommunikationswissenschaftlicher, soziologischer, kulturwissenschaftlicher oder psychologischer Ausrichtung Order now
WISSENSCHAFTLICHE REZENSIONEN :
“Emotions—Media—Community is a handbook and will prove most useful if always kept on the desk as a point of reference.” (Thomas Petersen: Rezension in: International Journal of Public Opinion Research, 18, o4/2006, S. 512.)
“The author painstakingly describes behavioral theories from communication science, political science, sociology, psychology, and other fields in minute detail, never failing to track down any references or links to emotion within each and every theory cited. Even the slightest mention of emotional reactions or even of feelings in the broadest sense, be it explicit or implied (for example, in the form of assumptions), is carefully described and explained. When it comes to theories that make no reference to emotions, suggestions are made as to how they could be suitably adapted in the light of findings from emotions research. Not a single relevant theory from the social sciences is missing: Agenda Setting, Uses and Gratifications, Mood Management, the Spiral of Silence, Parasocial Interaction, Cultivation, Symbolical Interaction, the classical approaches by Max Weber, Ferdinand Tönnies, Emile Durkheim, to name but a few—every single one is dealt with in detail. (…) Many of these descriptions are incredibly clearly written and are thus extremely useful. In fact, this section offers some of the book’s best passages. Cutting through unwieldy jargon and vague explanations with apparent ease, the author provides readers with a crystal clear view of the structures of each theoretical approach. When Döveling calls on findings from biology and sociology to explain the fundamental differences between emotions, instincts, needs, affectations and feelings, it is as if she is opening a window on a stuffy room. The section closes with a synopsis of the numerous approaches introduced. (…) Altogether, Katrin Döveling’s Emotions—Media—Community does some sterling preliminary work. It can certainly be recommended to anyone with a good command of the German language who is interested in the subject. In particular, any media effects researchers interested in investigating the effects of emotions will find much of the theoretical background they need for their research in the area. The book is also very useful on a more general level: Communication scientists and sociologists faced with the veritable jungle of theories that have been developed over recent decades will find this book a reliable guide.” (Thomas Petersen: Rezension in: International Journal of Public Opinion Research, 18, o4/2006, S. 511)
“Das Ziel, einer geschlossenen Theoriebildung zum Phänomen ‘Emotion und Medien’ etwas näherzukommen, hat Katrin DÖVELING mit ihrer Arbeit sicherlich erreicht. Es ist ihr im Theorieteil gelungen, Lücken ausfindig zu machen, einige davon durch die Integration von Theorien aus anderen Disziplinen zu schließen oder den vorhandenen Wissensstand durch eigene Ansätze zu erweitern. Mit der Anwendung auf eine Fallstudie hat sie zudem gezeigt, dass dieser neue Ansatz durchaus praxistauglich ist.” (Sascha Demarmels: Rezension in: FQS – Forum Qualitative Sozialforschung, 8, 3, 2007)
“Die Arbeit von Döveling besticht in formaler Hinsicht durch akribisches Referieren und Diskutieren der relevanten Forschungsansätze (…). Die Methodenwahl (z. B.bei der Text- und Bildanalyse) geschieht reflektiert und kenntnisreich. geschieht reflektiert und kenntnisreich. (…) . Der Zusammenhang von Emotionen und Gemeinschaft, wie ihn Döveling in ihrer Zusammenschau soziologischer Theorien zeigt, sowie der Zusammenhang von sozial bedeutsamen Emotionen und Medienberichterstattung, wie er in ersten kommunikationswissenschaftlichen Ansätzen entwickelt wurde, können durch die beispielhafte Anwendung als bestätigt gelten. (Rüdiger Funiok: Rezension in: Medien & Kommunikationswissenschaft, 01/2007, S. 105)
” eine wahre Fundgrube für Leser/innen, die am Thema Medien und Emotionen interessiert sind.” (Dagmar Unz: Rezension in:  Zeitschrift für Medienpsychologie, 18,04/2006)
“Dövelings Buch kann allen empfohlen werden, die sich auf den Weg machen, ihre disziplinären Scheuklappen zu überwinden. Angenehm ist zudem, dass mit dem Buch nicht nur ein allgemeines Plädoyer für eine stärkere Beachtung des Emotionalen durch die Sozialwissenschaften erhoben wird, sondern auch ein konkreter Versuch der Umsetzung dieser Forderung mitgeliefert wird.” (Katharina Scherke: Rezension in: ÖZS – Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 31, 03/2006)


  • Döveling, Katrin (1999). Emotionen in sozialen Handlungszusammenhängen am Beispiel der Trauer um Lady Diana Spencer/Windsor [Emotions in social contexts: an analysis of the grief in response to Lady Diana’s death], Magisterarbeit [master’s thesis], Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf.